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Einfach nur traurig
Am Montag musste ich mich mehrmals übergeben und ass nichts mehr. Margot brachte mich sofort zum Tierarzt, der mich anschaute und entschied, dass es besser ist, wenn ich stationär beim Tierarzt bleibe.
Am Dienstag Abend kam Manu mich besuchen, damit ich nicht so alleine in der Box bin und als sie mich sah, wusste sie das es mir nicht sehr gut geht. Die Tierärztin erzählte ihr, dass der Bluttest nicht wie erwartet einen Infekt zeigte, sondern gerade das Gegenteil, denn es wurden viel zu wenig Leukozyten (weisse Blutkörperchen) im Blut gefunden. Zu wenige dieser kleinen Kerlchen ist genau so schlecht wie zu viele, doch kommen anhand dieses Resultates andere Krankeiten in Frage und so starteten sie die Testerei.
Schnell war klar, dass FIV ausgeschlossen werden kann, denn der Test war negativ. Doch leider zeigte der Katzenseuche Test ein positives Resultat im Schnelltest
. Da ein Schnelltest auch einmal ein falsch positives Resultat zeigen kann, entschieden sie sich den PCR Test machen zu lassen, um ganz genau zu wissen, ob mich diese Viren erwischt haben. Doch bis das Resultat da ist, wird es Freitag werden und nun hoffen alle, dass er dann negativ sein wird.
Ich musste leider beim Tierarzt bleiben, denn ich fühlte mich sehr schlecht und war froh, dass man mich über eine Infusion ernährte, denn ich mochte fast nichts alleine essen.
Leider durfte mich Manu am Mittwochabend nicht besuchen kommen, da die Seuchengefahr und das Risiko in der Praxis eine andere Katze deswegen anzustecken zu gross war.
Schon am Donnerstag Morgen telefonierte der Tiearzt mit Manu, denn mir ging es immer schlechter und als ich am Mittag das Futter gleich wieder her gab, nachdem man mich gefüttert hatte, teilte ihr der Tierarzt mit, dass sie mich nicht quälen wollen und es wohl besser wäre, mich gehen zu lassen.
Margot und Manu standen eine Stunde später in der Praxis, denn sie konnten nicht glauben, dass es mir so viel schlechter ging. Doch ein Blick auf mich zeigte ihnen, dass der Tierarzt die Situation richtig eingeschätzt hatte und so entschieden sie sich mich schweren Herzens gehen zu lassen
. Sie blieben bei mir und hielten mich liebevoll bis ich eingeschlafen war und weinten um mich, denn sie konnten nicht verstehen, dass eine solch heimtückische Krankheit mein so junges Leben forderte.

Lieber kleiner Oliver
Es tut uns so leid, dass wir Dir nicht helfen konnten und das Du nur so kurz Dein Katzenleben geniessen durftest. Es ist einfach nur traurig, dass Du ein solches Schicksal erleiden musstest und Du nicht erleben darfst, wie schön Dein Leben hätte sein können.
Wir weinen um Dich und hoffen, dass Du gut auf der anderen Seite des Regenbogens angekommen bist.
Wir vermissen Dich und werden Dich nie vergessen.
Deine Margot und Manu
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